Prostatazentrum Berlin-Mitte


Bundeswehrkrankenhaus
Scharnhorststraße 13
10115 Berlin

Tel.: (030) 2841-2101
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E-Mail:
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bundeswehr.org

Sprechzeiten:
Mo. - Fr. : 9.00 - 11.00

Anmeldung:
Tel.: (030) 2841-2121

Leiter:
Dr. Dirk Höppner
Tel.: (030) 2841-2100
dirk1hoeppner@
bundeswehr.org

Koordinator:
Steffen Höchel, Ltd. Oberarzt
Tel.: (030) 2841-2117
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bundeswehr.org


Kooperationspartner


Prof. Dr. Volker Budach
Dr. Dirk Böhmer
Strahlentherapie
Charité


Dirk Reitzel, Oberarzt
Urologie
Bundeswehrkrankenhaus

Dr. Frank Kahmann
Urologische Gemeinschaftspraxis

Dr. Thomas Henkel
Urologische Gemeinschaftspraxis

Dr. Dorothea Kingreen
Onkologische Praxis

Dr. Antje Koschuth
Onkologische Praxis

Dr. Ellen Fietze
Akreditierte Praxis
für Pathologie

Dr. Rico Müller
Labormedizin
Bundeswehkrankenhaus

PD Dr. Wolfgang Uhde
Nuklearmedizin
Bundeswehkrankenhaus

Dr. Anett Tillmann
Radiologie
Bundeswehrkrankenhaus

Elisabeth Thomae
Psychiatrie
Bundeswehrkrankenhaus

Nadja Georgi
Sozialdienst
Bundeswehrkrankenhaus

Selbsthilfegruppe
Prostatakrebs
Berlin-Brandenburg

Prostatazentrum Berlin-Mitte

                                               im Bundeswehrkrankenhaus Berlin

 

Die gutartige Prostatavergrößerung (BPH)

 

 

Definition:
Die Benigne Prostatahyperplasie (BPH) beschreibt die gutartige Vergrößerung der Prostata. Insbesondere die Drüsenanteile, die um die Harnröhre angesiedelt sind (Transitionalzone), zeigen eine Vergrößerung und können damit durch Einengung (Obstruktion) der Harnröhre  zu Blasenentleerungsstörungen und charakteristischen Symptomen führen.
 

Ursache und Epidemiologie:
Die Ursache der benignen Prostatahyperplasie ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Hormonelle Einflüsse, enzymatische Aktivitätsverschiebungen und veränderte Verhältnisse zwischen den unterschiedlichen Gewebeanteilen der Prostata (Drüsen- und Bindegewebsanteile) sind wichtige Prozesse, die bei jedem gesunden Mann etwa ab dem 30. Lebensjahr zu einer gutartigen Vergrößerung der Prostata führen.
Ab dem 75. Lebensjahr ist die Prostatavergrößerung dann bei nahezu allen Männern nachweisbar. Die Vergrößerung der Prostata an sich ist allerdings noch nicht als krankhaft zu werten. Nur wenn sich aufgrund des Adenoms, d.h. des vergrößerten Drüsenkörpers, Beschwerden beim Wasserlassen ergeben, spricht man von therapiebedürftiger BPH oder besser vom benignen Prostata-Syndrom (BPS), (s.u.).
 

Symptome:
Die typische Symptome der gutartigen Prostatavergrößerung werden heutzutage zum sogenannten BPS, dem benignen Prostatasyndrom (Syndrom= Zusammenfassung mehrerer Symptome) zuwammengefaßt. Das BPS setzt sich aus irritativen Beschwerden, dem sogenannten "lower urinary tract syndrome" (LUTS) und Entleerungssymptomen (obstruktive Beschwerden, BOO = "bladder outlet obstruction") zusammen. Die eigentliche Vergrößerung der Prostata, die nicht unbedingt Beschwerden verusachen muß, bezeichnet man als BPE, "benign prostate enlargement.

 

Speichersymptome          Entleerungssymptome
ständiger Harndrang Harnstahlabschwächung
nächtliches Wasserlassen verlängerte Zeit beim Wasserlassen
überfallsartiger Harndrang Pressen beim Wasserlassen
Harnwegsinfekte Restharngefühl


 

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Erst das Zusammenspiel aus der irritativen Symptomatik (LUTS), der Vergrößerung der Prostata (BPE) und der Verengung des Blasenausgangs bzw der Harnröhre (BOO) führen zum gutartigem Prostatasyndrom (BPS), das einer Behandlung bedarf.

Ein sehr gutes Instrument, um die Symptome der BPH zu erfassen ist der IPSS–Fragebogen. Mit diesem Fragebogen können Patient und Arzt den Schweregrad einer BPH gut abschätzen. Je nach Schweregrad werden 0-35 Punkte erreicht. Nach den IPSS-Werten werden Patienten mit milder Symptomatik (IPSS <8) von solchen mit mittlerer (IPSS 8-19) und schwerer Symptomatik (IPSS 20-35) unterschieden. Eine Behandlungsindikation wird im Allgemeinen bei einem IPSS-Wert über 7 gesehen.
Da die Blase gegen einen erhöhten Auslasswiderstand arbeiten muss, führt dies über kurz oder lang zu einer reaktiven Verdickung der Blasenwand.  Dies kann zu einer Schädigung des Blasenmuskels und zu charakteristischen Veränderungen der Blase führen. Man spricht dann von einer Trabekelblase. Die Trabekel sind das bindegewebige Stützgerüst der Blase, Muskulatur findet sich dann kaum noch. Durch den hohen Druck, der beim Wasser lassen aufgewendet werden muss, entstehen zwischen den Trabekeln Aussackungen (sog. Blasendivertikel). Die Blase kann nicht mehr vollständig entleert werden. Das führt zu Restharn nach dem Wasser lassen. Dieser Restharn führt zu den o.g. irritativen Symptomen und begünstigt die Entstehung von Harnwegsinfekten  und Blasensteinen.
 

Diagnostik:
Zur Diagnostik der BPH gehört an erster Stelle die genaue Erhebung der meist wegweisenden Anamnese (Krankengeschichte und akute Beschwerden), die Erfassung des Leidensdrucks sowie der Symptomausprägung. Dazu hat sich der o.g. IPSS-Fragebogen als validiertes Hilfsmittel bewährt.
Die körperliche Untersuchung schließt die digital rektale Untersuchung durch den Arzt ein. Diese liefert einen guten Schätzwert für die Größe der Prostata. Außerdem liefert sie dem Arzt wichtige Informationen i.R. der Prostatakarzinomfrüherkennung. Laboruntersuchungen umfassen den Urinstatus, die Nierenauscheidungsparameter sowie den PSA-Wert.  
Die Harnstrahlmessung (Uroflowmetrie) objektiviert das Ausmaß der Harnstrahlabschwächung. Sie ist eine nicht invasive, unkomplizierte Untersuchung, die in nahezu jeder urologischen Praxis durchgeführt wird.
Eine weitere unverzichtbare Untersuchung ist die Sonografie des Urogenitaltraktes. Sie erfasst mögliche Auswirkungen der Prostatavergrößerung auf die Blase und den oberen Harntrakt. Außerdem ist sie zur genaueren Bestimmung der Prostatagröße wichtig. Eine spezielle Art des Ultraschalls ist der TRUS (transrektaler Ultraschall). Beim TRUS wird eine Ultraschallsonde über das Rektum nah an die Prostata geführt und ermöglicht eine sehr differenzierte Darstellung des Organs.